Programm 1. Halbjahr 2018

Sehr geehrtes Mitglied,

mit drei Exkursionen und vier Vorträgen  hoffen wir, Ihnen erneut ein  abwechslungsreiches Programm zusammengestellt zu haben, und freuen uns, wenn wir Sie bei den Veranstaltungen begrüßen können.

Alle Informationen über den Geschichtsverein, das Programm, die Publikationen, Pressestimmen u.a. können Sie auch unserer Homepage entnehmen: www.friedbergergeschichtsverein.de

Mit freundlichen Grüßen

Lothar Kreuzer, Vorsitzender

 

Das Programm des 1 Halbjahres 2018 finden Sie hier als PDF

EXKURSIONEN

Donnerstag, 18. Januar 2018, 20 Uhr

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Johannes Kögler M.A., Von der Wehranlage zum Garten: Der Friedberger Burggarten

Im 15. Jahrhundert wurden die Wehranlagen der bereits um 1170/80 gegründeten Friedberger Burg erheblich verstärkt und erweitert. So entstanden teils weiträumige Zwinger, die ihre wehrtechnische Bedeutung jedoch in den folgenden Jahrhunderten zunehmend verloren. Mitte des 18. Jahrhunderts ließ der amtierende Burggraf erstmals den östlichen Zwinger als Garten mit barocken Elementen anlegen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Garten im englischen Stil umgestaltet. Nach der Eingliederung der Burg Friedberg in das Großherzogtum Hessen diente das ehemalige Burggrafiat mit dem Burggarten als Sommerresidenz des Großherzogs. Seit 1921 ist der Burggarten ein Bürgerpark, der in jüngster Zeit (2007-10) umfassend saniert und neu gestaltet wurde. Der Vortrag stellt die skizzierte Entwicklung im Überblick dar und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die überlieferten, teils wenig bekannten Pläne des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts.

 

Samstag, 3. Februar 2018

Halbtagesfahrt nach Frankfurt 

Das neue Historische Museum und die neue Altstadt

Nachdem wir 2012 die renovierten Altbauten des Historischen Museums besucht haben, werden wir nun durch die im Oktober 2017 eröffneten Neubauten geführt. Das architektonisch und durch seine Präsentation herausragende neue Gebäude präsentiert sich mit den Ausstellungen „Frankfurt einst?“ und „Frankfurt jetzt!“ sowie den sechs Stadtmodellen „Typisch Frankfurt“ in der Schneekugel als modernes Stadtmuseum. Anschließend führt uns ein Kenner Frankfurts über die (Noch-) Baustelle der neu entstandenen Altstadt zwischen Dom und Römer um den Hühnermarkt und an den Krönungsweg.

Leitung: Lothar Kreuzer

Abfahrt: 13 Uhr,  Friedberg, Parkplatz hinter der Stadthalle, kurz vorher in     Bad Nauheim, Haltestellen Frankfurter Str. und Söderweg.

Anmeldung und Zahlung von  26 € für Fahrt, Eintritt und Führungen bis zum       15. Januar 2018.

Besitzer einer Museumsufer-Card werden gebeten, diese mitzubringen.

 

Samstag,  5. Mai 2018

Tagesfahrt  

Nassauische Residenzen: Usingen, Alt- und Neuweilnau, Idstein. 

Usingen war seit 1659 knapp 100 Jahre Residenz der Linie Nassau – Saarbrücken – Usingen, bis sie nach Wiesbaden – Biebrich verlegt wurde. Die Burg Altweilnau gehörte seit 1388 zu Nassau – Dillenburg, Neuweilnau war Nassau – Weilburgische Nebenresidenz bis zur Verlegung des Hofes nach Saarbrücken 1574. In Idstein residierte seit 1355 die Linie Nassau – Idstein.  1817 wurde in der Unionskirche die Nassauer Union zwischen Lutheranern und Reformierten beschlossen.

Führung: Hans Wolf

Abfahrt:  8:30 Uhr, Friedberg, Parkplatz hinter der Stadthalle, kurz danach in Bad Nauheim, Haltestellen Söderweg und Frankfurter Str.

Anmeldung und Zahlung von 30 € bis zum 1. 4. 2018

 

VORTRÄGE

Donnerstag, 15. Februar 2018 , 20 Uhr 

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Dr. Dieter Wunder, Der Widerstandskämpfer und nationale Sozialist Adolf Reichwein, insbesondere seine Entwicklung in der Weimarer Republik

Adolf Reichwein, Lehrerssohn aus Ober-Rosbach, Widerstandskämpfer gegen die Nazis, muss ein faszinierender Mensch gewesen sein, so besagen es zeitgenössische Berichte. Dazu passen auch Briefe über seine Flüge wie über seine USA-Reisen, die von einer außergewöhnlichen persönlichen Waghalsigkeit zeugen. Er wurde am 20.Oktober 1944 von den Nazis wegen Landesverrat in Berlin-Plötzensee  hingerichtet. Er hatte sich im Kreisauer Kreis an Überlegungen zur Zukunft Deutschland nach dem Ende des Hitlerregimes beteiligt und dafür sogar die Zusammenarbeit mit Kommunisten gesucht.

Der Vortrag beleuchtet sein Leben und Denken auf dem Weg zum 20. Oktober 1944; der Schwerpunkt liegt auf der Weimarer Zeit (1918–1933), als sich Reichwein noch frei äußern konnte. Seine USA-Reise 1926/27 wird ausschnitthaft vorgestellt, seine wirtschaftspolitischen Vorstellungen werden erklärt. Reichwein, der hauptsächlich als Erwachsenenpädagoge tätig war, war dennoch bis 1933 beruflich nicht festgelegt; er dachte ebenso sehr pädagogisch wie politisch. Seit 1930 wurde er zunehmend direkt politisch tätig, trat nach dem Wahlsieg der NSDAP 1930 der SPD bei und beteiligte sich 1932 mit gleichgesinnten christlichen Sozialisten an den Plänen, ein breites Bündnis von Teilen der Reichswehr, den Gewerkschaften und Sozialisten, auch aus dem linken Flügel der NSDAP, gegen Hitler aufzubauen.  1937 veröffentlichte er sein grundlegendes pädagogisches Werk „Schaffendes Schulvolk“. Sein Verhalten in der NS-Diktatur wirft Fragen auf, die nicht eindeutig zu beantworten sind.

 

Donnerstag, 15. März 2018 , 20 Uhr

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Hans- Helmut Hoos 

Die Freiheit des deutschen Volkes war ein schöner Traum“ (Wetterauer Volksblatt vom 30. Juni 1845)Vor 170 Jahren: Friedberg 1848/49

Die Ereignisse der ersten deutschen Revolution 1848/49 haben auch in Friedberg  den Verlauf der Lokalgeschichte dieser Stadt und der Wetterau über Jahrzehnte geprägt. Wie diese bürgerliche „Revolution“ in Friedberg und der Region ablief, welche politischen Kräfte sich letztendlich durchsetzten und welche Folgen das für die Ereignisse der folgenden Jahrzehnte hatte, soll anhand von Zeitzeugenberichten, den damals erschienen Publikationsorganen sowie der lokalen Geschichtsschreibung über das „Tolle Jahr“ (Christian Waas) dargestellt werden.

Im Anschluss an den Vortrag von Hans-Helmut Hoos findet die Jahreshauptversammlung statt.

 

Donnerstag, 12. April 2018, 20 Uhr

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Günter Simon, Die kurzen und die langen Hessen

In dem Vortrag werden die alten hessischen Straßen vorgestellt, die unter dem Namen „die kurzen und die langen Hessen“ bekannt geworden sind. Außer der Straßenführung –westlich die langen und östlich die kurzen Hessen- wird die Lage und die Bedeutung der Städte und Warten gezeigt, die bedeutende Halte-und Knotenpunkte dieser Verkehrswege gewesen sind. Das Leben der Fuhrleute und die Art ihrer Gefährte sowie die besonderen Schwierigkeiten und Gefahren des Personen- und Güterverkehrs vor drei-, vierhundert Jahren ergänzen das Bild vom Leben auf den Straßen zwischen Frankfurt und Leipzig.

 

 

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    Nassauische Residenzen: Usingen, Alt- und Neuweilnau, Idstein.
    Anmeldung und Zahlung von 30 € bis zum 1. 4. 2018.
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    „Rund um den Bodensee und Oberschwäbische Reichsstädte. Vom Vocabularius Sancti Galli zum Zeppelin“.
    Radolfzell, Überlingen, Birnau, Salem, Meersburg, Reichenau, Konstanz, Friedrichshafen, St. Gallen, Lindau, Weingarten, Ravensburg, Tettnang, Wangen, Isny.
    Abfahrt: 7:30 Uhr, Friedberg, Parkplatz hinter der Stadthalle,   7:15 Uhr  Bad Nauheim, Haltestellen Frankfurter Str. und Söderweg.
    Anmeldung und Zahlung von 395 € p.P. im DZ, 485 p.P. im EZ für Fahrt, Übernachtung mit HP, Eintritte und Führungen bis zum 1. Mai 2018.