Aktuelles

Sehr geehrtes Mitglied,

mit drei Exkursionen, einer Museumsführung und drei  Vorträgen  hoffen wir, ein Programm zusammengestellt zu haben, das  Ihren Zuspruch findet, und freuen uns, wenn wir Sie bei den Veranstaltungen begrüßen können.

Alle Informationen über den Geschichtsverein, das Programm, die Publikationen, Pressestimmen u.a. können Sie auch unserer Homepage entnehmen: www.friedbergergeschichtsverein.de

Mit freundlichen Grüßen

Lothar Kreuzer, Vorsitzender

 

Das Programm des 2 Halbjahres 2018 finden Sie hier als PDF

Aktuelles:

Donnerstag, 8. November 2018 , 20 Uhr 

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Dr. Frauke Schlütz (Stuttgart) 

Wilhelm Haas – Genossenschaftler, Organisator, Politiker, ungekrönter Bauernkönig 

Oft steht er im Schatten von Hermann Schulze-Delitzsch und im „Raiffeisen-Jahr 2018“ vor allem von Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Was wissen wir über diesen umtriebigen Mann mit dem „praktischen Blick“? Er war der Organisator des ländlichen Genossenschaftswesens, Initiator und Galionsfigur des ehemals größten Verbandes ländlicher Genossenschaften, des Reichsverbands der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften. Gerade die dezentrale Struktur des Reichsverbandes kann als Erfolgsschlüssel für den dauerhaften Auf- und Ausbau des deutschen Genossenschaftswesens gewertet werden. Der Ausgangspunkt seines  genossenschaftlichen Engagements war Friedberg. Der Jurist und Verwaltungsfachmann Haas war aber nicht nur Organisator, er war Stratege und Karrierist, war „genossenschaftlicher Politiker“. 25 Jahre lang diente er den Hessen als Abgeordneter in der Zweiten Kammer, davon 14 Jahre als Präsident. Alle seine Aktivitäten dürfen nicht losgelöst voneinander betrachtet werden – vielmehr war es gerade die „Kombination mehrerer Mittel“, seine Umtriebigkeit und sein Netzwerk, die er für seine pragmatische Gesellschaftspolitik nutzte.

 

VORTRÄGE  

Donnerstag, 13. Dezember 2018 , 20 Uhr

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Dipl.-Ing. Michael Bender 

Kunst am Bau in Friedberg

Im Vortrag werden Beispiele vom Mittelalter bis in die Gegenwart vorgestellt, additive und subtraktive Techniken zur Herstellung von Formen wie Plastiken und Skulpturen aus verschiedenen Materialien angesprochen sowie diverse Funktionen wie Hauszeichen, Uhren oder Brunnen dargestellt. Gelangten einige dieser Kunstwerke erst im 20. Jahrhundert beispielsweise durch Fachwerkfreilegungen wieder ans Tageslicht, so zeichnet sich gegenwärtig eine rasant zunehmende Zerstörung, unter anderem infolge von Maßnahmen zur Wärmedämmung, ab. Neben unbekannten Meistern finden Architekten, Handwerker und Künstler aus Friedberg sowie der näheren Umgebung Erwähnung, die vor allem im 19. und 20. Jahrhundert an der Gestaltung von Bauwerken mitgewirkt haben. Im Stadtbild bis heute besonders präsent sind Werke der beiden Künstler Otto Franz Kutscher und Philipp Ess, die nach 1945 mehrere Sgraffitoarbeiten an Gebäuden geschaffen haben. Hierzu zählen mehrere hochwertige Werbeanlagen auf der Kaiserstraße, wie die von Möbelhaus Reuß oder Fisch Umsonst. Der Referent hat vor seinem Architekturstudium eine Lehre als Stuckateur absolviert.

 

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