Programm 2. Halbjahr 2014

Sehr geehrtes Mitglied,

wir hoffen, mit zwei Exkursionen und drei Vorträgen ein ansprechendes Programm für die zweite Jahreshälfte zusammengestellt zu haben, das wieder Ihr Interesse findet. Wir freuen uns, wenn wir Sie bei den Veranstaltungen begrüßen können.

Alle Informationen über den Geschichtsverein, das Programm, die Publikationen, Pressestimmen u.a. können Sie auch unserer Homepage entnehmen: www.friedbergergeschichtsverein.de

Mit freundlichen Grüßen

Lothar Kreuzer, Vorsitzender

Donnerstag, 11. Dezember 2014, 20 Uhr

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Norbert Bewerunge

Ilbenstadt im Konflikt zwischen Burgfriedberg und Kurmainz

Das idyllische Bild Ilbenstadts in Merians Hassia von 1646 mit den Häusern am Berghang und den Kirchen darüber täuscht. Die Klostermauern, die durchs Dorf laufen, bildeten einmal die Grenze zwischen den Territorien von Kurmainz und Burgfriedberg, die man gegenseitig nicht anerkannte. Die Burg beanspruchte die Oberhoheit über das Kloster, Kurmainz die über das Dorf. Der konfessionell motivierte Streit begann mit der Reformation, führte vor das Reichskammergericht und wurde bis 1806 nicht beigelegt. Zentral ging es um die Pfarrkirche, die schon vor der Klostergründung 1123 bestand.

Pfarrer i.R. Bewerunge ist seit Jahrzehnten Verfasser historischer und kunstgeschichtlicher Arbeiten zu Ilbenstadt und zum Klostergründer Gottfried von Cappenberg.

 

Unter dem Dach des Geschichtsvereins werden Spenden gesammelt für die Bürgerinitiative „Georgsbrunnen“, die eine vorgezogene Restaurierung dieses zentralen Denkmals in der Burg ermöglichen will.

 

 

Donnerstag, 20. November 2014 , 20 Uhr

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Johannes Kögler M.A. und Lutz Schneider M.A.

Friedberg und Friedberger im Ersten Weltkrieg

Ergänzend zur aktuellen Ausstellung im Wetterau-Museum beleuchten die Leiter von Stadtarchiv und Wetterau-Museum das „Schlüsselereignis des 20. Jahrhunderts“ aus Friedberger Sicht. Anhand zahlreicher Fotos wird verdeutlicht, wie einschneidend dieser im Bewusstsein der Deutschen, im Gegensatz zu ihren europäischen Nachbarn, lange „vergessene Krieg“ die Entwicklung der Stadt und das Leben ihrer Menschen auf Jahre hinaus prägte und veränderte.

Im Anschluss an den Vortrag findet die Ehrung langjähriger Mitglieder statt.

 

Samstag, 15. November 2014, Tagesfahrt

Karl der Große – dem Kaiser auf der Spur“, Museumsfahrt anlässlich des Karlsjahres 2014 nach Ingelheim und Darmstadt.

Ingelheim gedenkt im 1200. Todesjahr Kaiser Karls des Großen in mehreren Ausstellungen des Karolingers, der in dem Ort eine seiner Lieblingspfalzen errichten ließ. Wir sehen Originalfunde in der Ausstellung „Prachtort“ und werden durch das Außengelände der Pfalz geführt, die durch ihre Dimension und Ausstattung eine bedeutende Großarchitektur des frühen Mittelalters darstellt.

Im neu eröffneten Landesmuseum in Darmstadt widmen wir uns am Nachmittag dem Nachleben Karls des Großen. In der Ausstellung „Karl der Große, Vater Europas – 1200 Jahre Mythos und Wirklichkeit“ geht es um die Rezeption Karls. An aussagekräftigen Funden und Dokumenten erleben wir sein Nachwirken in der Kunst, der Literatur, der Politik und im Mythos durch die Jahrhunderte bis hin zum Aachener Karlspreis unserer Tage.

Führung: Hans Wolf

Abfahrt: 8.30 Uhr, Friedberg, Parkplatz hinter der Stadthalle, ca. 8.15 Uhr Bad Nauheim, Haltestellen Frankfurter Str. und Söderweg Anmeldung und Zahlung von 45 € für Fahrt, Eintritte und Führungen bis zum 1. 10. 2014

 

VORTRÄGE

Donnerstag, 16. Oktober 2014, 20 Uhr

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Dr. Jörg Lindenthal

Neue archäologische Ausgrabungen in Friedberg

Dr. Jörg Lindenthal, Kreisarchäologe des Wetteraukreises, holt den Vortrag, der letztes Jahr ausfallen musste, nach. Er berichtet über  Ergebnisse der jüngsten Grabungen und  von Funden  aus mehreren historischen Epochen im Stadtgebiet Friedberg. Archäologen waren im Vorfeld von Baumaßnahmen mit Grabungen im Westen am Steinernen Kreuz, vor allem an der Kaiserstraße im Stadtzentrum und im Bereich der Musterschule tätig

Donnerstag, 11. – Sonntag, 14. September 2014, Viertagefahrt

Up ewig ungedeelt – Schleswig-Holstein“

(Mölln, Ratzeburg, Schleswig mit Haithabu, Dannewerk, Husum, Friedrichstadt, Plön, Laboe, Panker, Altenkrempe, Süsel, Eutin, Lübeck).

Wir lernen an jedem Tag einen anderen historischen Teil des Bundeslandes Schleswig- Holstein kennen, das Herzogtum Lauenburg, Schleswig, Holstein und die Hansestadt Lübeck. In Haithabu ist die berühmte Wikingersiedlung ausgegraben. Im Marineehrenmal Laboe geht es um die Geschichte der deutschen Marine von 1848 bis zur Bundesmarine. Eutin, Plön und Schleswig sind Holsteiner und Schleswiger Residenzen, Friedrichstadt eine holländisch beeinflusste malerische Kleinstadt. In Mölln begegnen wir Till Eulenspiegel und in Husum Theodor Storm, in Lübeck drei Nobelpreisträgern und der mächtigen Hanse. Ratzeburg, Schleswig und Lübeck stehen für bedeutenden Backsteinkirchenbau. Und in Panker bewegen wir uns auf hessischem Grund und Boden.

Führung: Hans Wolf

Abfahrt: 7:00 Uhr, Friedberg, Parkplatz hinter der Stadthalle;

ca. 7:15 Uhr , Bad Nauheim, Haltestellen Frankfurter Str. und Söderweg

Anmeldung und Zahlung von 396 € pro Person im DZ bzw. 441 € im EZ für Fahrt, Übernachtung mit HP, Eintritte und Führungen bis zum 1.8. 2014

Unterkunft: Hotel Wyndham Garden in Bad Malente, Diekseepromenade 12-14, Tel. 04523/9950.

 

 

 

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