Programm 2.Halbjahr 2012

Sehr geehrtes Mitglied,

wir haben für Sie wieder ein hoffentlich ansprechendes Programm mit zwei Exkursionen, drei Vorträgen und zwei Führungen in Friedberg vorbereitet.

Alle Informationen über den Geschichtsverein, das Programm, die Publikationen, Pressestimmen u.a. können Sie auch unserer Homepage entnehmen:   

www.friedbergergeschichtsverein.de

Mit freundlichen Grüßen

Lothar Kreuzer, Vorsitzender

EXKURSIONEN

Freitag, 17. – Sonntag, 19. August 2012    

Dreitagefahrt

Kultur in Westfalen, an Rhein und Ruhr

(Soest, Cappenberg, Dortmund, Essen, Düsseldorf mit Kaiserswerth und Benrath, Schwarzrheindorf)

Soest ist eine prachtvoll erhaltene mittelalterliche Stadt mit wunderschönen romanischen und gotischen Kirchen. In Cappenberg wird die Verbindung zum Kloster Ilbenstadt deutlich. Dortmund ist eine ehemalige Freie Reichsstadt. In Essen studieren wir Romanik und den ökonomischen Wandel an der Ruhr in der Villa Hügel und dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein. Düsseldorf reizt nicht nur durch seine moderne Lebensart an der Kö, sondern verfügt als ehemalige Residenz der Herzöge von Berg auch über eine historische Altstadt, über die Königspfalz Kaiserswerth und das Rokokoschloss Benrath. In Schwarzrheindorf sehen wir die wunderschöne romanische Doppelkapelle mit bedeutender Ausmalung.

Führung: Hans Wolf

Abfahrt: 7:30 Uhr, Friedberg, Parkplatz hinter der Stadthalle;

Abfahrt: ca. 7:45 Uhr, Bad Nauheim, Bushaltestellen Frankfurter Str. und Söderweg

Anmeldung und Zahlung von 287 € pro Person  im DZ (337 € im EZ) für Fahrt, Übernachtung mit HP, Eintritte und Führungen bis zum 15.7.

Unterkunft: Hotel Essener Hof, Am Handelshof 5, Essen, Tel: 0201/ 24250

Samstag, 29. September 2012

Halbtagesfahrt mit abendlichem Schauspiel- Monolog

in Kooperation mit dem Literaturprojekt der Ev. Kirchengemeinde

Georg Büchner und seine Familie. Spurensuche in Goddelau, Darmstadt und Pfungstadt

Anlässlich des Doppeljubiläums von Georg Büchner 2012/ 13 besuchen wir sein Geburtshaus in Goddelau, Erinnerungsstätten in Darmstadt und die Villa seines Bruders Wilhelm in Pfungstadt. Als Höhepunkt wird uns dort Christian Wirmer die Novelle „Lenz“ als Schauspiel- Monolog darbieten.

Führung: Margarete und Hans Wolf

Abfahrt: 13 Uhr, Rückkehr 23 Uhr, Friedberg, Parkplatz hinter der Stadthalle

Abfahrt: ca. 12.45 Uhr, Bad Nauheim, Bushaltestellen Frankfurter Str. und Söderweg

Anmeldung und Zahlung von 40 € für Fahrt, Eintritte, Führungen und Künstlergage bis zum 1.9.

VORTRÄGE

Donnerstag, 11. Oktober 2012, 20 Uhr

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Dr. Ingrid Ehlers- Kisseler

Die Wetterau, die Prämonstratenser und das Reich

Der Vortrag stellt die Stifte der Prämonstratenser in Ilbenstatdt und in Selbold  und deren Tochterstifte vor und thematisiert  ihre Beziehungen zu Friedberg, zur Pfalz Gelnhausen, zu den Staufern und ihren Ministerialen.

Donnerstag, 15. November 2012, 20 Uhr

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Harald Rosmanitz M.A.

Kunstwerke massenhaft – Die Ofenkacheln im Wetterau- Museum Friedberg

Mit mehr als zweihundert Objekten verfügt das Wetterau- Museum über einen beachtlichen Bestand an Öfen und Ofenkacheln. Die in der Spätgotik und frühen Neuzeitentstandenen Keramiken sind kleine Meisterwerke künstlerischen Schaffens. Vieles spricht für eine Herstellung in und um Friedberg. Darüber hinaus wurden in der Region auch Formen entwickelt, die sich im gesamten Rhein- Main –Gebiet nachweisen lassen. In dem Vortrag werden die bislang weitgehend unbeachteten kleinen Schätze beispielhaft vorgestellt. Die Kacheln öffnen uns kleine Fenster in die Vergangenheit der Region und liefern dabei Antworten auf Fragen zum Alltag, zur Geisteswelt, zum Handwerk und zum Güteraustausch.

Im Anschluss an den Vortrag findet die Ehrung langjähriger Mitglieder statt.

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 20 Uhr

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Dipl.- Geogr. Johannes Hofmeister

Historische Wetterereignisse und Wetterbeobachtungen in Hessen

„Alle reden vom Wetter“ trifft auch für die vergangenen Jahrhunderte zu. In der vorwiegend landwirtschaftlich geprägten Zeit vor der Industrialisierung hatte das Wetter existentielle Bedeutung für die Bevölkerung. Ungünstige Witterung konnte für schlechte Ernten sorgen und Menschen in Not bringen. Wetteraufzeichnungen der letzten Jahrhunderte finden sich daher zahlreich in Chroniken, Tagebüchern und Akten sowie in lokal-, regional- und landesgeschichtlicher Literatur. Die Überlieferungen zu extremen Ereignissen, aber auch die alltägliche Wetterbeobachtung zeigen, wie man vor dem 20. Jh. das Wetter erlebt, gedeutet und in seinen Folgen bewältigt hat. Neben der Landwirtschaft spielen auch die Wasserversorgung, die Infrastruktur und anderes in den historischen Berichten eine Rolle. Der Vortrag stellt zahlreiche Beispiele für Wettereignisse und Wetterbeobachtung aus allen Teilen Hessens, auch aus der Wetterau, vor.

FÜHRUNGEN

Donnerstag, 30. August 2012, 19 Uhr

Wetterau- Museum, Haagstr. 16

Johannes Kögler M.A.

Sonderausstellung: Die Friedberger Kaiserstraße – Vom mittelalterlichen Markt zur modernen Einkaufsmeile

Museumsleiter Johannes Kögler, unser stellvertretender Vorsitzender, führt Mitglieder und Gäste des Geschichtsvereins exklusiv durch die Sonderausstellung seines Museums, die begleitend zur aktuellen öffentlichen Diskussion um die Umgestaltung der Kaiserstraße die Funktionen und den Wandel der Straße in historischer Perspektive darstellt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Zeitraum vom 19. Jh. bis heute, in dem die Veränderungen durch Fotografien, Pläne und Modelle am besten dokumentiert sind.

Samstag, 20. Oktober 2012, 14 Uhr

Stadtrundgang mit Hans- Helmut Hoos

Eine Veranstaltung des Stadtarchivs Friedberg und der KulturRegion FrankfurtRheinMain „Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes“

Theodor Trapp (1785- 1838), Weggefährte von Ludwig Weidig, und die Revolution in Oberhessen

Der Frankfurter Wachensturm von 1833 wurde maßgeblich von dem Friedberger Apotheker Theodor Trapp mit initiiert und geplant. Zusammen mit dem Butzbacher Pfarrer Friedrich Ludwig Weidig bekam er in der Folge die ganze Härte der Hessen – Darmstädtischen Justiz zu spüren. Das hielt ihn aber auch nach seiner ersten Haft nicht davon ab, die zweite Auflage des von Georg Büchner herausgegebenen illegalen „Hessischen Landboten“ zu verteilen. Der Stadtrundgang führt auf die Spuren der Friedberger Vormärzrevolutionäre und zu ihren Treffpunkten wie der Mohren- Apotheke oder dem Gasthaus „Zu den drei Schwertern“, natürlich auch zur Klosterkaserne, in deren 16 Haftzellen auf dem Dachboden viele Wachenstürmer und ihre Gesinnungsgenossen einsaßen.

Bitte beachten Sie auch den Flyer der Ev. Kirchengemeinde, bei deren Veranstaltung der Sommer – Uni vom 14.7. bis 18.8. (jeweils samstags um      17 Uhr im Chorraum der Stadtkirche) wir Mitveranstalter sind.  

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