Aktuelles

Aktuelles:

Donnerstag, 14. November 2019 , 20 Uhr

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Malte Dücker (Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Wilhelm Diehl (1871-1944)
Professor in Friedberg – Prälat einer Kirche zwischen Demokratie und Gleichschaltung

Die Einführung der Weimarer Verfassung vor 100 Jahren markierte auch für die evangelischen Landeskirchen einen einschneidenden Umbruch. Nicht mehr der jeweilige Landesfürst übte nun das „Kirchenregiment“ aus, sondern die Kirchen selbst waren dafür verantwortlich, im Rahmen der jungen Demokratie unabhängige Leitungsstrukturen zu entwickeln. Innerhalb der hessischen Kirche gilt Wilhelm Diehl als prägende Figur dieser Zeit. Bevor er 1923 zum „Prälaten“ der Landeskirche gewählt wurde, war er ab 1913 als Pfarrer und Professor am Predigerseminar in Friedberg tätig. Seine 10 Friedberger Jahre, seine Pionierarbeit für die Erforschung der hessischen Kirchengeschichte und nicht zuletzt seine ambivalente Rolle beim Aufbau einer demokratischen Kirche und deren Gleichschaltung 1934 werden im Vortrag vorgestellt und einer kritischen Würdigung unterzogen.

VORTRÄGE

Donnerstag, 5. Dezember 2019 , 20 Uhr

Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8

Dipl.-Ing. Michael Bender

Kunst am Bau in Friedberg

Im Vortrag werden Beispiele vom Mittelalter bis in die Gegenwart vorgestellt, additive und subtraktive Techniken zur Herstellung von Formen wie Plastiken und Skulpturen aus verschiedenen Materialien angesprochen sowie diverse Funktionen wie Hauszeichen, Uhren oder Brunnen dargestellt. Gelangten einige dieser Kunstwerke erst im 20. Jahrhundert beispielsweise durch Fachwerkfreilegungen wieder ans Tageslicht, so zeichnet sich gegenwärtig eine rasant zunehmende Zerstörung, unter anderem infolge von Maßnahmen zur Wärmedämmung, ab. Neben unbekannten Meistern finden Architekten, Handwerker und Künstler aus Friedberg sowie der näheren Umgebung Erwähnung, die vor allem im 19. und 20. Jahrhundert an der Gestaltung von Bauwerken mitgewirkt haben. Im Stadtbild bis heute besonders präsent sind Werke der beiden Künstler Otto Franz Kutscher und Philipp Ess, die nach 1945 mehrere Sgraffitoarbeiten an Gebäuden geschaffen haben. Hierzu zählen mehrere hochwertige Werbeanlagen auf der Kaiserstraße, wie die von Möbelhaus Reuß oder Fisch Umsonst. Der Referent hat vor seinem Architekturstudium eine Lehre als Stuckateur absolviert. Es handelt sich um den Nachholtermin des ursprünglich für Dezember 2018 geplanten Vortrags.

 

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