Programm 1. Halbjahr 2012

Sehr geehrtes Mitglied,

wir haben für Sie ein hoffentlich attraktives Programm mit drei Exkursionen, vier Vorträgen und einem Filmnachmittag zusammengestellt.
Alle Informationen über den Geschichtsverein, das Programm, die Publikationen, Pressestimmen u.a. können Sie auch unserer Homepage entnehmen: www.friedbergergeschichtsverein.de

Mit freundlichen Grüßen
Lothar Kreuzer, Vorsitzender

EXKURSIONEN

Samstag, 14. Januar: Halbtagesfahrt nach Lorsch
„Kloster Lorsch, vom Reichskloster Karls des Großen zum Weltkulturerbe der Menschheit“ – Führung durch die Ausstellung und die Torhalle
2011 feiert das 764 gegründete Kloster Lorsch sein 20- jähriges Jubiläum als Weltkulturerbe. In der umfangreichen Sonderausstellung werden Funde und Ergebnisse der aktuellen Forschung vorgestellt. Die Torhalle der ehemaligen Klosteranlage ist eines der bedeutendsten Werke karolingischer Architektur.
Leitung: Hans Wolf
Abfahrt 13:00 Uhr, Friedberg, Parkplatz hinter der Stadthalle; ca. 12:45Uhr Bad Nauheim, Bushaltestellen Frankfurter Str. und Söderweg
Anmeldung und Zahlung von 25 € für Fahrt, Eintritt und Führung bis zum 10.1.

Samstag, 12. Mai: Tagesfahrt „Burgen im Vordertaunus“
(Falkenstein, Königstein, Kronberg, Eppstein)
Mit dem Aussterben der Grafen von Nürings (Falkenstein) beginnt in der Wetterau die Reichslandpolitik der Staufer mit der Gründung Friedbergs. Die militärische Niederlage der Rheinischen Städte 1389 bei Kronberg leitete den Niedergang Friedbergs ein. Die Geschichte der Wetterau ist eng verbunden mit den Herrschaften auf den Taunusburgen.
Führung: Hans Wolf
Abfahrt: 8:00 Uhr, Friedberg, Parkplatz hinter der Stadthalle; ca. 7:45, Bad Nauheim, Bushaltestellen Frankfurter Str. und Söderweg
Anmeldung und Zahlung von 30 € für Fahrt und Eintritte bis zum 1.4.

Freitag, 8. – Sonntag, 10. Juni
Dreitagefahrt „Kultur in Westfalen, an Rhein und Ruhr“
(Soest, Cappenberg, Dortmund, Essen, Düsseldorf mit Kaiserswerth und Benrath, Schwarzrheindorf)
Soest ist eine prachtvoll erhaltene mittelalterliche Stadt mit wunderschönen romanischen und gotischen Kirchen. In Cappenberg wird die Verbindung zum Kloster Ilbenstadt deutlich. Dortmund ist eine ehemalige Freie Reichsstadt. In Essen studieren wir Romanik und den ökonomischen Wandel an der Ruhr in der Villa Hügel und dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein. Düsseldorf reizt nicht nur durch seine moderne Lebensart an der Kö, sondern verfügt als ehemalige Residenz der Herzöge von Berg auch über eine historische Altstadt, über die Königspfalz Kaiserswerth und das Rokokoschloss Benrath. In Schwarzrheindorf sehen wir die wunderschöne romanische Doppelkapelle mit bedeutender Ausmalung.
Führung: Hans Wolf
Abfahrt: 7:30 Uhr, Friedberg, Parkplatz hinter der Stadthalle; ca. 7:45 Uhr, Bad Nauheim, Bushaltestellen Frankfurter Str. und Söderweg
Anmeldung und Zahlung von 287 € pro Person im DZ (337 € im EZ) für Fahrt, Übernachtung mit HP, Eintritte und Führungen bis zum 1.4.
Unterkunft: Hotel Essener Hof, Am Handelshof 5, Essen, Tel: 0201/ 24250
Bei genügender Beteiligung wird die Fahrt vom 17. – 19.8. wiederholt.

VORTRÄGE

Donnerstag, 26. Januar, 20 Uhr
Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8
Dr. Klaus- Dieter Rack
Das Polytechnikum im 3. Reich
Das Polytechnikum Friedberg war selbstverständlich keine unberührte Insel im NS- Staat. Auch hier vollzog sich die Einbettung des Lehrbetriebs und des Lehrkörpers in die Ideologie und die Herrschaftsstrukturen des nationalsozialistischen Staates. Wie das und mit welchen Auswirkungen das geschah, soll im Vortrag erhellt werden.

Donnerstag, 16. Februar,20 Uhr
Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8
Dr. Carsten Amrhein
Mysterium Mithras – ein antiker Geheimkult im Spiegel der Archäologie
Der Geheimkult des Gottes Mithras kam ursprünglich aus dem Orient und fand vom Ende des 1. Jh. bis zum 4. Jh. n. Chr. weite Verbreitung im Imperium Romanum. Im Zentrum des Vortrags des stellvertretenden Leiters des Saalburgmuseums stehen die antiken Zentren des Mithraskultes in der Provinz Obergermanien und im Limesgebiet. Die nahezu vollständig erhaltene Ausstattung eines Mithraeums in Stockstadt und die Mithrasverehrung in Friedberg dienen dabei als Ausgangspunkt für eine zusammenfassende Darstellung dieser Mysterienreligion.

Donnerstag, 15. März, 20 Uhr
Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8
Michael Keller
100 Jahre Haus des Handwerks – Friedberg, Stadt der technischen Bildung
Vor 110 Jahren (1901) wird in Friedberg das Polytechnikum gegründet. 1912, vor hundert Jahren, entsteht in herausgehobener Lage vor den Mauern der alten Stadt, an der Mainzer- Tor- Anlage, das Gewerbeschulhaus. Ersteres die Keimzelle der heutigen Technischen Hochschule, letzteres heute besser bekannt unter dem Namen ‚Haus des Handwerks‘. In einer Landschaft, die wir im Rückblick als Goldene Wetterau, als Kornkammer wahrnehmen, muss sich Tiefgreifendes verändert haben, wenn sich der Schwerpunkt der Ausbildung auf Industrie, Gewerbe und Handwerk verlagert. Wie dies alles in der Mitte des 19. Jh. mit der Gründung des Ortsgewerbevereins begann und über welche Sprünge und Zäsuren diese Entwicklung zur größten Berufsschule im Wetteraukreis und dem sehr erfolgreichen Campus Friedberg der Technischen Hochschule Mittelhessen führte, darüber berichtet Bürgermeister Michael Keller in seinem Vortrag.
Im Anschluss an den Vortrag findet die Jahreshauptversammlung statt.

Donnerstag, 19. April, 20 Uhr
Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8
Dr. Jutta Failing
Vom Glück, einen Goldesel zu haben – Die Wahrheit hinter den Grimmschen Märchen „Es war einmal …“ und war doch nie? Die Märchen der Brüder Grimm sind auch Spiegel der (hessischen) Realität und verweisen auf heute vergessene Bräuche, Phänomene und Ereignisse. Anhand des Quellenmaterials erläutert die Frankfurter Kunsthistorikerin die historische Wahrheit hinter den Märchen, erzählt von „sprechenden“ Spiegeln, Mannwölfen und anderen erklärbaren Dingen. Im Zentrum steht die Alltagskultur, die eng verwoben war mit abergläubischen Vorstellungen und auch Handlungen. Insbesondere die heiklen Schwellen Geburt – Heirat – Tod stießen Ideen an, die teils bis in die Gegenwart reichen. Nur so ist etwa zu erklären, warum die ermordete Königin im Märchen „Brüderchen und Schwesterchen“ ihr Kind an der Wiege aufsucht: „Was macht mein Kind, was macht mein Reh? Jetzt komm ich noch einmal und dann nimmermehr…“

Filmnachmittag und Erzählcafé

Montag, 27. Februar, 15:30 Uhr, Kinocenter Bismarckstr. 24 b
Friedberg in alten Filmen
In Zusammenarbeit mit der Agenda 21 – Gruppe „Selbstbewusst älter werden in Friedberg“ laden wir im Rahmen eines besonderen Erzählcafés in einen Kinosaal ein, um Friedberg in alten Filmen und Dokumentationen zu erleben. Gezeigt und kommentiert werden ganze Filme bzw. Filmausschnitte aus den Beständen des Stadtarchivs Friedberg. Neben den historischen Klassikern wie dem Film über den Zarenbesuch 1910, wie einem Werbefilm über Friedberg als „Perle der goldenen Wetterau“ aus dem Jahr 1927 oder der „Erholung in Oberhessen“ von 1935 stehen die 1960er Jahre im Mittelpunkt des Filmnachmittags. Der Hessentag 1966 mit dem feierlichen Beginn der Städtepartnerschaften, Impressionen aus der Musterschule mitsamt dem Klosterbau, ein Schulausflug ins Friedberger Hallenbad oder die Filmdokumentation des Fotoklubs Friedberg über Friedberg als „Herz der Wetterau“ sollen historische Information bieten und werden sicherlich bei vielen Zuschauern Erinnerungen an die eigene Vergangenheit wecken.

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